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10 kleine Krankheitshelfer

Simple und bewährte Mittel im Kampf gegen Husten, Schnupfen und andere Bobos.
2 Jan 2018
Bild — Yvo Casagrande

Mit gefrorenen Fingern und auf Schlittschuhen scrollt und tippt es sich so schlecht! Kleinstadt macht deshalb ein paar Tage Winterpause. In dieser Zeit publizieren wir hier einige bereits erschienene Texte zum Nachlesen. Bald sind wir wieder mit neuen Artikeln für euch da. Folgt uns auf Facebook und Instagram, um keinen zu verpassen.

Husten, Schnupfen, allgemeine Abgeschlagenheit: Von September bis April liegen die Immunsysteme der Kleinkinder flach, die Käfer gehen viral und die Kitas sind nur noch spärlich besetzt. Bei ernsthafteren Erkrankungen sind selbstverständlich Ärztinnen und Apotheker die ersten Anlaufstellen. Bei unseren Kindern sind Arztbesuche ab dem dritten Lebensjahr zum Glück zur Seltenheit geworden, trotzdem gibt es fast im Wochenrhythmus irgendein Bobo, eine Erkältung oder sonst ein Wehwehchen zu bewältigen. Vieles davon lässt sich ja mit etwas mehr Kuscheleinheiten oder einem Pflaster erledigen, aber trotzdem komme ich regelmässig in Situationen, die mehr erfordern.

Hier meine 10 am häufigsten eingesetzten Helferlein (Die erwähnten Präparate sind insbesondere auch für diejenigen Kinderlein geeignet, welche sich partout nicht das Fieber messen lassen wollen oder herkömmlichen Hustensirup etc. verweigern).

Husten

Plantago Bienenwachsauflage Wohlriechend und angenehm auf der Haut, da sich die Wachsplatte rasch der Körpertemperatur anpasst. Kann gut über Nacht verwendet werden und ist unsere Alternative zum hartnäckig abgelehnten Hustensirup (z.B. von Ita Wegmann Klinik).

Thymian-Salbe Auch dies eine gute Massnahme bei Husten, jeweils Abends auf die Brust einreiben (z.B. von Phytopharma).

Hausgemachter Hustensirup Nach Grosis Empfehlung einen schwarzen Rettich aushöhlen und mit Zucker oder Honig (nur für über 2-Jährige) füllen, austropfen lassen und davon dreimal täglich einen Teelöffel verabreichen. Eine Videoanleitung dazu gibt es hier.

Schnupfen

Similasan-Globuli für viele verschiedene Beschwerden erhältlich, bei Kindern sind die homöopatischen «Zuckerchügeli» meist sehr beliebt. Wir verwenden sie insbesondere bei fliessendem Schnupfen. Nachteil: Über die (Un-)Wirksamkeit der Homöopathie werden Bände geschrieben. Selber daran glauben und diesen Glauben den Kindern vermitteln, hilft wohl (z.B. von Similasan).

Zwiebeln Eine Zwiebel aufschneiden und in einer Mullwindel neben das Bett hängen. Wer früher nach dem Ausgang gerne noch beim Kebap-Stand vorbeiging, wird in Erinnerungen schwelgen können (z.B. auf dem Märit, in der Migros oder aus dem eigenen Garten).

Fieber

Stirnthermometer Der einzige Weg, einem Kind mit Angst vor Thermometern die genaue Temperatur zu messen. Nachteil: Mit rund 70 Franken sehr teuer und die Batterie ist gefühlt bei jedem zweiten Fieberverdacht leer. Ausserdem schaffen es kleine Fingerlein regelmässig, den Farenheit-Modus einzustellen … Was zudem dagegen spricht: Viele Eltern bringen nach ein paar Jahren Übung die Temperaturmessung mit der «Hand auf die Stirn-Methode» ebenfalls mit einer Genauigkeit von +/- 0.1 Grad hin (z.B. von Omron).

Bauchweh

Baby-Bäuchleinöl Bauchweh ist ja der Klassiker unter den Wehwehchen. Die genaue Ursache zu eruieren ist weitaus schwieriger, als einem Kleinkind ohne Ablenkung die Fingernägel zu schneiden. Ich greife darum meist beim ersten «Buuchweh» zu diesem Öl, welches wir aus Babyzeiten immer noch haben, und massiere es grosszügig ein. Die zwei Minuten Aufwand lohnen sich: Eine Bauchmassage bringt die Kids fast immer in bessere Stimmung und lässt sie die Schmerzen vergessen (von Weleda).

Unfälle und anderes

Murmelisalbe Haben wir nach einem akuten Fall von steifem Nacken entdeckt, welcher das Kind im wahrsten Sinne des Wortes komplett flachgelegt hat. Riecht fein und gibt es in der wärmenden und kühlenden Variante. Nachteil: Es ist drin, was draufsteht. Sensiblen Fünfjährigen nicht ganz einfach zu erklären (z.B. von Puralpina).

Zahngel Es soll Kinderärzte geben, die sagen, dass das Zahnen Kindern keine Schmerzen verursacht. Haha! Meine Erkenntnis nach 64 durchgebrochenen Zähnen: Gewisse Kinder leiden stark, und während des Zahnens steigt die Anfälligkeit für Infekte massiv an. Oft kämpft man also an mehreren Fronten gleichzeitig – ach, es war ein Leidensweg. Das Zahngel bringt eine gewisse Linderung, auch wenn das möglicherweise vorwiegend am süssen Geschmack liegt. Sowohl die pflanzliche wie auch die mit dem Schmerzmittel Lidocain versetzte Variante haben wir häufig eingesetzt (von Osa).

Essigsaure Tonerde Früher bekannt unter dem Namen Euceta, riecht fein nach Ringelblumen, sieht nicht so medizinisch aus und wirkt schön kühlend bei Sonnenbränden oder Insektenstichen (von Tentan).

Und wenn Ihr auch kleine Medikamentenverweigerer zuhause habt: Der Blog «Das gewünschteste Wunschkind» bietet hier eine hilfreiche Zusammenstellung, wie man notwendige Medis ohne grossen Zwang in die Kinder reinbringt.

Was sind Eure Wunderwaffen gegen Erkältung, Fieber und Zahnschmerzen? Wer hat z.B. Erfahrung mit Heilwickeln? Habt Ihr noch Rezepte für Hausmittel aus Grossvaters Zeiten?

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