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Bern im November:
Wir halten uns still

Tschüss Veranstaltungen! Was wir im November tun können, damit uns die Decke nicht auf den Kopf fällt.
28 Okt 2020
Illustration — Yvo Casagrande

Auslüften

Indoor-Spielplätze und Hallenbäder sind zu. Wer sich trotzdem bewegen will: Rund um Bern gibt es so viele schöne Gegenden zum Entdecken! Eva war kürzlich zwischen Englisberg und Toffen auf dem Gürbetaler Höhenweg unterwegs – da kommt man an einem Teufelsstein und den wunderhübschesten Bauernhäusern vorbei. Am Besten etwas Bargeld mitnehmen, unterwegs hat es ein Hoflädeli mit feinen Leckereien. Oder der Wald ob Ostermundigen: Mit dem Bus bis Rüti, dann ist man in wenigen Minuten in diesem grossen, abwechslungsreichen Wald. Hier haben wir ausserdem schöne Themenwege zusammengetragen – bitte prüft vor dem Ausflug, ob sie auch unter den aktuellen Massnahmen geöffnet sind.

Basteln ohne Nervenzusammenbruch

Unsere treuen Leserinnen und Leser haben es wahrscheinlich schon gemerkt: Basteln ist nicht so unser Ding. Wir würden zwar gern, aber die Geduld reicht einfach meistens nicht aus. Was aber auch für Bastel-Beginners gut geht: Farbige Blätter sammeln, in Bienenwachs tauchen und aufhängen (hier eine Anleitung, und ja, bei uns sieht es natürlich ganz genauso aus, wenn unsere Kinder irgendwas basteln). Oder: Selber superherzige Strassenkreide herstellen, dann habt ihr gleich schon Geschenkli für Ihrwisstschonwann – hier eine Anleitung.

Frust raushämmern

Apropos Strassenkreide – wer uns auf Instagram folgt, kennt diesen Tipp: Gebt den Kindern Strassenkreide, eine gute Unterlage und einen Hammer oder eine Röstiraffel! Sarahs Kinder (3 und 5) können sich (gefühlt) stundenlang damit beschäftigen, aus den Strassenkreiden farbiges Pulver herzustellen, dieses dann mit Wasser zu Matsch weiterzuverarbeiten und damit wer-weiss-was zu beschmieren. Eine Spielidee für alle Sinne.

Strewing: Ein Spielangebot bereitlegen

Wenn die Tage daheim wieder lang werden: Versucht es mal mit Strewing. Zu «strewen» bedeutet im Grunde, für die Kinder interessante Gegenstände herauszulegen und es ihnen freizustellen, wie sie damit spielen (das oben erwähnte Spielangebot mit Kreide, Raffel, Hammer und Wasser stellt im Grunde genau so einen «Strew» dar). Wir (Sarah) haben es im Lockdown fast jeden Tag gemacht, leider gings unterdessen wieder etwas unter, aber damals wars ein Erfolg: Immer am Abend, wenn die Kinder schliefen, haben wir aus ihren Spielzeugen irgendwelche Szenen (Unfälle!) gebaut oder die Spielsachen in interessanten Kombinationen (Lego & Knete!) herausgelegt. Die restlichen Spielsachen kommen ausser Sicht. Manchmals spielten sie sehr lange mit den bereitgelegten Dingen, manchmal nur sehr kurz, aber auch das war ok. Für Inspiration (teils ziemlich überambitioniert): Bildergoogelt mal «Strewing for kids» …

Gumpizimmer einrichten

Kurz vor einem mutmasslich langen Winter ist der Moment, um eine Ecke eurer Wohnung oder – wer Platz hat – sogar ein ganzes Zimmer dem körperlichen Bewegungsdrang eurer Kids zu widmen. Im Grunde reichen dafür alte Matrazen und viele Kissen. Man kann sich dabei aber auch (finanziell) austoben und vom Türreck über die Gymnastikmatten und die Boxhandschuhe bis hin zum Schaukeltuch, Pikler-Dreieck und Minitrampolin alles zur Verfügung stellen. Muss man aber nicht. Man kann auch, wie bei allen Spielzeugen, im Monatsrhythmus wechseln oder mit befreundeten Familien austauschen.
Weil sich Vorschulkinder täglich drei Stunden bewegen sollten. Und weil Raufen gut ist für Kinder.

Gumpizimmer 2.0

Die Alternative zum Sportkurs, der vielleicht nicht mehr stattfindet: einen grossen Raum oder eine Turnhalle in der Nähe mieten. Vielleicht gibt es einen leerstehenden Seminarraum in eurer Nähe oder ein Tanzstudio, das nicht immer benutzt wird? Ungeniert anfragen, ob dieser mal für eine Turnstunde mit den Kindern benutzt werden könnte. Vielleicht sind die Vermieter ja froh, wenn sie wenigstens noch einen kleinen Beitrag an ihre Fixkosten erhalten. Eine Stunde lang in einem leeren Raum wild herumrennen und -tanzen tut Wunder für die Seele – auch für uns Erwachsenen.

Kino für Daheimgebliebene

Wir hatten es beim Lockdown im März bereits thematisiert: Gute Kinderfilme sind manchmal gar nicht so einfach zu finden. Hier die Zusammenstellung der besten Kinderfilme von Christina Blancpain. Was unsere Kids sonst noch begeistert: «Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks» (kann man auf Youtube mieten, wunderbare Römerverprügeleien und nur wenige Szenen sind gfürchig), «Shaun das Schaf» (fanden auch wir Grossen gut), den süssen «Kommissar Gordon und Buffy» (hier zum Mieten) und für etwas Ältere der sehr berührende «Mein Lehrer, der Krake» (auf Netflix). Die Neuentdeckung unter den Serien von Sarahs Kindern: Die lustigen «Oddbods», sowas wie Minions (also im Grunde einfach 4-jährige Kinder), die nur Chabis im Kopf haben.

Weitere Ideen findet ihr in unserer Facebook-Gruppe «Kinder, Kinder». Eure Tipps für diesen Monat schreibt ihr am besten gleich hier in den Kommentar – und meldet uns künftige Anlässe an hallo@kleinstadt.ch. Die Redaktion trifft eine Auswahl.

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