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Die Alleskönnerin: Warum dieses Mutterbild toxisch ist

Müttern wird weisgemacht, sie könnten alles allein schaukeln. Das Resultat ist ein unerreichbares Ideal. Was wir stattdessen brauchen.
3 Mai 2022
Bilder — Flickr, PR

Da war sie mal wieder, die italienische Politikerin mit ihrer Tochter im Parlament. Das Kind war da schon etwas älter als auf unserem Bild, vielleicht 2-, 3-jährig. In schöner Regelmässigkeit taucht Licia Ronzulli in meinem Instagram-Feed auf, und zum Zeitpunkt dieser Aufnahme, vor 12 Jahren, fand ich es ja auch mega beeindruckend, wie diese Supermutter im Europaparlament ihre politische Arbeit tat, das gerade mal 6-Wochen-alte Bébé im Tragetuch und später dann auf dem Schoss. Als ermutigendes Beispiel dafür, wie sich «Beruf und Kinder vereinbaren lassen».

Heute, zwei eigene Kinder und einen Kurs über feministische Ökonomie später, habe ich einen anderen Blick auf das Bild. Noch immer finde ich es wichtig, dass Mütter und Kinder in unserer Gesellschaft sichtbarer werden, und noch immer finde ich es zentral, dass eine Frau auch weiterhin erwerbstätig sein und ein politisches Amt ausüben kann, wenn sie Mutter wird (was in der Schweiz noch immer nicht der Fall ist).

Aber unterdessen teile ich das Bild nicht mehr in meinem Feed weiter. Und ich stelle mir andere Fragen: Warum feiern wir dieses Bild so, auch Jahre später noch? Was ist toll daran, sich nicht von einer Geburt zu erholen? Gibt es im Europaparlament keine Stellvertretungslösung? Ist das wirklich die «Vereinbarkeit» und Gleichberechtigung, die wir anstreben? Was wäre, wenn die Reinigungsfachkraft oder die Servicemitarbeiterin ihr Baby oder Kleinkind mit zur Arbeit nehmen würde? Fänden wir das auch so «süss!»?

Stillkampagne der SWICA.

Je mehr ich über Mutterschaft und feministische Ökonomie weiss, desto gefährlicher finde ich solche Bilder für aktuelle Mütter – und für Frauen, die es noch werden wollen. Das Bild der Supermutter, die alles gleichzeitig schaukelt, ist ein toxisches Mutterbild. Und es wird auch an diesem Muttertag wieder überall bemüht werden («Mama ist eine Heldin!»). Das ist nicht deshalb problematisch, weil Mütter nicht tatsächlich toll und stark und heldenhaft wären – nein, das sind sie durchaus!

Es ist problematisch, weil wir mit solchen Bildern die Erwartungshaltung zementieren, dass alles gleichzeitig gehen kann: Muttersein, erwerbstätig bleiben (toll aussehen, Sport treiben, sexy sein, eine chic eingerichtete, ordentliche Wohnung haben, you name it); und es einzig und allein an der jeweiligen Frau hängt, ob sie das alles gleichzeitig schafft oder nicht.

Jemand wird den Preis zahlen, denn Babys verlangen 24 Stunden Betreuung, einen Spitzenjob erledigt man nicht eben in der Dauer eines Mittagsschlafs, und die Hausarbeit bleibt normalerweise auch an der Frau hängen.

Wenn der Vater nicht präsent ist und sich die Familie nicht auf ein gutes Betreuungssystem verlassen kann, wird die Doppelbelastung für die Mutter – nicht sofort, aber irgendwann – zum gesundheitlichen Risiko. 6 Wochen nach der Geburt hat sich der Körper noch längst nicht vollständig erholt, eine Dammverletzung oder Kaiserschnittnaht kann da noch schmerzen, die Gebärmutter ist womöglich noch nicht fertig zurückgebildet, der stark gedehnte Beckenboden festigt sich erst allmählich wieder, ganz zu schweigen von den Hormonen, die noch immer am Umstellen sind. Und mit den ersten Schreimonaten und durchstillten Nächten sind dann auch noch längst nicht alle physischen und psychischen Herausforderungen gemeistert. Die Anforderungen an die Präsenz der Eltern bleiben gross, ob nach 7 Wochen oder 7 Jahren.

Und es ist nicht an der Mutter, das als Superheldin alles allein zu schaffen und ohne Unterstützung und sichtbare Spuren hinzukriegen.

Warum feiern wir die Frauen denn dermassen ab, die dieses Bild der Supermütter für uns verkörpern? Die Heroisierung dieser Überfrauen ist in meinen Augen ein strategisches Kompliment. Sie suggeriert eben auch, dass das alles mühelos möglich ist, und wenn der Spagat nicht gelingt, die Mutter sich nicht blendend fühlt dabei, ist es ihr Problem. Nach dem Motto: Mütter sind Superheldinnen, die brauchen keine Hilfe, keine staatliche Unterstützung, sie sind nie müde, sie schaukeln das alles ganz aus eigenem Antrieb und gratis. Was für eine elegante Lösung für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft! Wer braucht schon einen vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub, wer braucht schon staatlich finanzierte Kitas oder eine Elternzeit, wenn Mütter eben Superheldinnen sind? Wenn es nur eine Frage der «Eigenverantwortung» oder des Willens ist und Kinder ja sowieso Privatsache sind? Mutti machts! So billig und angenehm für uns alle! Und so sind dies auch immer die bevorzugten Argumente, wenn es darum geht, bessere Bedingungen in der Schweiz für Mütter zu schaffen. Eigenverantwortung! Privatsache! Sie wollten ja Kinder! Siehe Kommentarspalten unter jedem Artikel zum Thema Gleichstellung. So war «Eigenverantwortung» auch das ultimative Schlagwort in der Kommentierung des neusten Bundesgerichts-Urteils, das fünf bürgerliche Männer gefällt haben. (Wenn sich Kinder nur endlich eigenverantwortlich selber gebären, stillen und betreuen könnten!)

Und so gilt: Wenn es Mama macht, ist es doch am bequemsten für uns alle. Schaukelt die Mutter alles mehr oder weniger allein und gleichzeitig, müssen weder Väter noch Unternehmen noch Politik noch Gesellschaft irgendwas tun oder bezahlen, um sie zu unterstützen. Hey, Mama macht das schon! Dieses toxische Mutterbild ist wirtschaftlich von immensem Wert. Die Gratisarbeit der Mütter ist unbezahlbar (siehe auch der «Makroskandal»). Und wenn wir dazu auch noch immer mehr erwerbsarbeiten – Win-win!

Und gerade weil die Supermutter für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft so billig ist, ist es kein Wunder, ist das Bild (der weissen, schlanken und finanziell gut gestellten, notabene) Supermutter auch in der Werbung omnipräsent – gleich mehrere Krankenkassen bemühten es beispielsweise in grossen Kampagnen (siehe die Bilder in diesem Beitrag). Natürlich sind diese Motive überzeichnet – aber auch als Karikaturen sind sie Manifestation eines tatsächlich vorhandenen Ideals. «Vereinbarkeit» ist längst zum Unwort geworden, wenn man anschaut, was man in der Schweiz  darunter versteht: Frauen sollen immer noch – und immer mehr – zusätzlich zu ihrer Mutterrolle auch noch erwerbstätig sein, ohne dass Väter wesentlich mehr Verantwortung übernehmen oder der Staat entsprechende Strukturen zur Verfügung stellt.

«Vereinbarkeit» ist längst zum Unwort geworden, wenn man anschaut, was man in der Schweiz heute darunter versteht.

Angefangen hat das Ganze «Wir müssen nur wollen!» gefühlt mit Sheryl Sandberg. Die Facebook-Managerin ist die Mutter der modernen Supermütter: Mit ihrem Buch «Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg» ging das Ganze 2013 los. Frauen können alles schaffen! – An dieser Botschaft war zunächst einmal nichts falsch, denn ja, Frauen sollen weiterarbeiten können, wenn sie Mütter werden, und sie sollen alles schaffen können, wenn sie das wollen. Das war damals eine sehr wichtige Ansage. Frauen dürfen, sollen, können Karriere machen. Of course!

Das Problem dieser Ansage war, dass sich die Kinder nicht einfach selber betreuen und der Haushalt nicht selber macht. Dass sie die Väter ausklammerte. Und dass die überaus wohlhabende Frau Sandberg dabei vergessen liess, dass für die meisten das Engagieren von Nannys und Haushalthilfen keinerlei Option ist (und wenn, dann sorgt das wiederum für neue Probleme).

Das Supermütter-Bild negiert aber auch komplett, dass wir noch so tolle Glaubenssätze haben können und einen noch so starken «Willen zum Erfolg» – und trotzdem schliesst die Kita um 18 Uhr, und trotzdem werden die Kinder krank, trotzdem hat der Tag nur 24 Stunden, trotzdem haben wir nur einen Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen, trotzdem müssen wir theoretisch bis zur Geburt erwerbsarbeiten, trotzdem leisten wir ein Drittel mehr unbezahlte Arbeit als Männer, trotzdem wacht das Kind 8-mal auf pro Nacht, trotzdem ist die Tagesschule für manches 4-jährige Kindergartenkind eine Überforderung. Es ist eben nicht nur «alles eine Frage der Organisation».

Werbung der Krankenkasse KPT.

Nun wissen wir: Das Supermütter-Bild ist ein Problem. Aber was jetzt? Was, wenn wir keine Supermütter mehr abfeiern können? Was ist denn die Lösung für die «Vereinbarkeit»? Sollen die Mütter etwa wieder zurück an den Herd?

Antwort: Da sind sie ja eh schon. Sie sind jetzt einfach am Arbeitsplatz und am Herd. Aber Schluss mit den Sprüchen: Es geht hier nicht darum, dass Mütter nicht erwerbstätig sein sollen, für die meisten ist es eh keine Frage des «Wollens». Und wir dürfen Mütter auch immer noch feiern, unbedingt!

Aber wir müssen ihnen mehr Unterstützung anbieten und ihre Leistungen würdigen. Wir brauchen endlich eine Elternzeit in der Schweiz (der OECD-Durchschnitt liegt bei 54 Wochen!). Wir brauchen einen vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub. Wir brauchen Kitas, die gut finanziert sind und die verbindliche Qualitätsstandards und gute Betreuungsschlüssel einhalten müssen. Wir brauchen Schulen mit Blockzeiten. Wir brauchen gute Tagesschulen in geeigneten Räumen mit ausreichend Betreuungspersonal. Wir brauchen Väter, die noch mehr Verantwortung daheim übernehmen. Wir brauchen flexible Arbeitgeber*innen, die sich für Eltern einsetzen. Wir brauchen kürzere Arbeitszeiten oder so etwas wie Zeit-Gutschriften, die wir für Care-Arbeit jeder Art einsetzen können. Wir brauchen den politischen Willen zur Verbesserung der Situation von Familien.

Natürlich geht das nicht alles von heute auf Morgen. Aber wir können heute damit anfangen. Wir können Initiativen, Organisationen und Parteien unterstützen und wählen, die sich für ein realistisches Mütterbild und echte Unterstützung für Mütter einsetzen (statt nur eine wohlhabende Elite von Müttern zu fördern). Wir können Supermütter-Bilder als toxisch benennen und uns gegen schädliche Werbekampagnen und Posts mit Kommentaren und Unfollows wehren. Wir können unser Muttersein sichtbar machen und ehrlich über die Belastungen der Mutterschaft reden.

Wir sind alle Supermütter – aber wir können das nicht alleine. Und wir müssen das auch nicht alleine. Eine Supermutter braucht einen Superpartner oder eine Superpartnerin, eine Superkita, eine Superchefin, einen Superlohn, einen Supernachbarn, eine Superfreundin, einen Superbundesrat, ein Superparlament.

Denn Superkinder haben wir ja schon.

Werbung der Fernuni.

Zur Autorin

Sarah Pfäffli (39) ist Mitgründerin von Kleinstadt, Mitinhaberin der Agentur Kleinstadt, hat eine 40-Prozent-Stelle in der Bundesverwaltung und engagiert sich in der Eidgenössischen Kommission dini Mueter (EKdM) für bezahlte und unbezahlte Sorgearbeit. Sie hat 2013 «Lean In» gelesen, ist 2015 Mutter geworden und sich erst einige Jahre später gewundert, warum das bei ihr alles so viel weniger easy war als bei Sheryl Sandberg.

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6. Mai 2022
Theresa
Der Kommentar von Olivia ist das mit Abstand Erschreckendste, Unempathischste, Beleidigenste, Diskriminierendste und Hässigste, was ich je zum Thema Mutterschaft gelesen habe. Das ist Momshaming aller erster Klasse. Olivia scheint ja alles perfekt organisiert zu bekommen - Gratulation - aber ihre Gefühle ganz sicher nicht. Da ist soviel Wut und Hass und Unverständnis, so wenig Sicht für die Vielfalt der Mütter, der Väter, der Kinder, der Gefühle und des Lebens schlechthin.
6. Mai 2022
Sarah
Liebe Olivia. Danke für Ihre dezidierte Rückmeldung. Die beleidigenden Generalisierungen überlese ich nun mal grosszügig und möchte gern auf zwei Punkte eingehen: 1. In einem Punkt gebe ich Ihnen recht: Der kulturelle Vorbehalt, die Kinder nicht ausser Haus betreuen lassen zu wollen, sitzt hier tatsächlich immer noch tief, kommt aber auch nicht einfach intrinsisch aus uns heraus (wer hier Vollzeit arbeiten geht und die Kinder entsprechend betreuen lässt, wird immer noch als Rabenmutter angesehen, "warum habt ihr dann Kinder?", diese Frage kommt mindestens einmal pro Kommentarspalte bei Artikeln zu diesem Thema). Da braucht es tatsächlich ein Umdenken. Das würde vielen sicher leichter fallen, wenn die Strukturen besser wären (die Kita und die Tagesschule genug Betreuungspersonal hätte, das Ganze zahlbarer wäre). Aber der kulturelle Wandel ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Agreed! 2. Für den Rest: Ich kann Ihre Perspektive nachvollziehen. Diese Reaktion höre ich oft von Frauen in Kaderpositionen, die "es" geschafft haben. Das ist auch verständlich, sie haben sich sehr angestrengt, hart gekämpft und finden es nun anmassend, wenn jemand etwas, das sie ja auch nicht hatten, einfach "geschenkt" möchte. "Mir gehts ja gut, drum hört auf zu jammern!" Dieser Tenor. Sie hatten es hart und sind jetzt stolz auf Ihre Leistung. Völlig zurecht, denn was Sie geschafft haben, war vermutlich unheimlich anstrengend. Ich würde trotzdem anregen, nicht von Ihrer Situation auf alle zu schliessen. Mir persönlich gehts auch sehr gut, ich habe eine super Situation. Und trotzdem setze ich mich mit diesem Artikel und meiner Publizität für jene ein, die täglich diesen Stress – und keine Stimme haben. Time to give back, wenns einem so gut geht wie uns offensichtlich.
6. Mai 2022
Olivia
Sorry, da muss ich leider eine etwas andere, kritische Sicht anbringen. Viele Frauen in der Deutschschweiz sind einfach nicht leistungsfähig und sich von klein auf als “babyhafts Prinzässli “ gewöhnt keine Leistung bringen zu müssen. Das fängt schon im Kindsgi an und verblödet die Frauen einfach. Dr Maa macht’s, dr Maa dänggt. D’Frou isch es Möbel wo guet usgseht und umehoggt und trotzdem Burnout hett. Ich kann das ewige wohlstandsverwahrloste Gemecker echt nicht mehr hören. Ich bin Mutter, war und bin immer als Informatikerin auch in leitenden Jobs berufstätig, auch vor und nach der Geburt und meine Kinder sind nun gross und gut geraten. Ohne Probleme, ohne Putzfrau, ohne Gemecker. Es geht. Zehntausende Mütter in der Schweiz (Romandie, Ticino, Basel, Zürich, Bern) arbeiten in hohen Pensen und haben sehr glückliche ausgeglichene Kinder. Es ist kein Problem, wenn man halbwegs organisiert ist und kein Brett vor dem Kopf hat. Kinder die Freunde haben, Sport machen, eine Ausbildung oder ein Studium machen. Selbständige und erfolgreiche Kinder von relaxten Müttern mit spannenden Berufen und genug eigenes Geld um die Kiddies und ihre Freunde auch mal ohne Papa’s Geld in den Urlaub zu fahren. Dies wird ermöglicht dank dem Kind selbst + Kita + Freunde + Oma + Schule + Mittagstisch + Sporttrainer und einem Papa, der eine Frau auf Augenhöhe sucht. Ich hatte diese Diskussion hunderte Male, wenn meine Schweizer Schulfreundinnen sich wunderten wieso ich ehrgeizig bin, wieso ich studiere, trotz Baby in einem 70%+ Pensum arbeite. Deren Mann stellte sie - die glorifizierten Haushaltsroboter- mit 45 auf die Strasse, um sich ein jüngeres Modell anzulachen und sie mussten Soz beantragen. Ich trennte mich ohne Geldprobleme und heiratete wieder ohne das Geld ein Thema war, weil meine Finanzen bis ins Alter gesichert sind und ich meine Kinder gut alleine versorgen kann inkl. Ferien und Reitstunden. Ich bin zu 100% frei. Meine Schweizer Freundinnnen jedoch sind auf Sozialhilfe oder aus Geldnöten in einer Beziehung gefangen, aber meine Kinder schwimmen in meinem eigenen Ferienhaus im Pool. Unsere Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Wir hatten alle die gleichen Chancen, waren in der gleichen Schule. Meine waren sogar schlechter, bin ich doch Seconda. Aber sie waren Gefangene ihrer eigenen Talibanmentalität, welche ihr Weltbild einschränkt. Es ist nur die Hausfrau, eine glorifizierte Putzfrau und Nanny, die um ihre Existenzberechtigung bangt, weil das süsse Leben des Geldverbratens des Ehemannes vorbei ist. Aber das ist es früher oder später sowieso, bei Scheidung, Verwitwung und AHV. Frauen in der Deutschschweiz können sich einfach nicht vorstellen, dass ein Kitakind erfolgreicher sein kann als eins das 24/7 von der Mutter betreut wird (und wo ist Papa?). Man sieht aber an den Noten bei uns an der Schule klar, dass zuhause betreut nicht immer besser ist… Währenddessen haben in die Schweiz zugezogene Eltern aus Europa, Asien, USA usw. keinen Stress damit. In der gleichen Stadt wo die Schweizerinnen über Alles jaulen erziehen sie ihre Kinder UND arbeiten in Kaderjobs UND sind selbst fürs Alter abgesichert. Und das ohne Betreuung durch Oma. Auch im Tessin oder der Romandie ist es kein Problem. Die Deutsch-Schweizerin jedoch ist und bleibt unselbständig wie ein Kind. Vom Vater zum Ehemann und vom Ehemann zum Sozialamt zur Altersarmut und Vater Staat. Wie ein Möbelstück. Nie gelernt Verantwortung zu tragen und selbständig Entscheidungen fürs eigene Leben zu treffen, vom Erwachsensein überfordert. Wer sich selbst wie ein Kind benimmt, kann auch keine Kinder erziehen. Time to grow up.
6. Mai 2022
Priscilla Zimmermann
Dieser Beitrag ist so was von wahr und wichtig!!! Mein Dank geht an SARAH PFÄFFLI als Supermamma.Und ja ich bin auch eine und kämpfe mich durch mit der Superkraft die einem selber ins Staunen versetzt.Aber die Momebte wo ich kaum noch Ein und Aus weiss.Wo ich die Tränen zurück halte oder dann drauf los weine weil zurückhakten nicht mehr geht,diese Momente können nicht immer vermeiden aber verringert werden.Es stellt sich bereits hier die Frage,was sind wir der Gesellschaft überhaubt wert?Was sind wir uns Wert?Der Preis einer Suppermamma die alles kann und meistert,alles alleine,ohne Nany und Putzfrau ohne Grosseltern und Papa und ohne nette Nachbarn ,er ist hoch,und wenn das Kind dann noch nicht Schul und Gesellschaftskonform,dann lastet auch dies auf uns.