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Drei kleine Stadtfluchten

Diese Ausflüge ab Bern erfordern keine grosse Planung. In wenigen Minuten seid ihr mit den Kindern in der Natur. (Kaffee gibts da auch.)
27 Sep 2018

Und dann ist Sonntagmorgen, und man hat wieder nichts geplant, keinen tollen Ausflug, nichts abgemacht, weil die ganze Woche war ja schon dermassen vollgepackt! Aber jetzt muss man ja doch was tun, an diesem zauberhaften Herbsttag (man ersetze Herbst wahlweise durch Frühling, Sommer oder Winter). Bitte zurücklehnen. Wir haben das für euch erledigt. Diese drei kleinen Ausflüge durch Wald und ans Wasser gehen immer. Auch ohne Routenplanung, Fahrplanstudium, Mobility-Reservation oder Picknickvorbereitung. Einzig die Öffnungszeiten der angegebenen Restaurants solltet ihr vor der Abreise kurz checken – sonst gibts dann lange Gesichter statt Vermicelles.

Steine schmeissen und Kastanien sammeln:
Der Aare entlang nach Reichenbach

An dieses Ausflugsziel habe ich beste Kindheitserinnerungen, und ich weiss jetzt auch, weshalb unsere Eltern gern mit uns dahin gefahren sind: weil wir nämlich stundenlang auf der Schaukel sassen, währenddem sie mutmasslich die Ruhe genossen. Der Fussweg ab Worblaufen der Aare entlang erfordert etwa eine halbe Stunde; wenn man ein kleines Kind dabei hat etwa doppelt so lang, weil hier wollen moosbehangene Wände bestaunt, Blättchen in die kleinen Kanäle eingeschifft und Steine in die Aare geschmissen werden. Ein zauberhaftes Weglein zu einem kulinarisch soliden, kinderfreundlichen Restaurant.
Ziel: Das Restaurant Schloss Reichenbach, entweder zu Eglifilets oder Vermicelles, mit Kinderspielplatz, Gartenbeiz und der Reichenbach-Fähre gleich daneben. Wer wochentags unterwegs ist und noch etwas Kleingeld übrig hat: In Worblaufen sind auch Linck, die SofaCompany und eine Hiob-Brocki daheim.
Anreise: Mit dem RBS-Bähnli oder ab Breitenrain mit dem Bus 36 nach Worblaufen, dann – vom Bähnli herkommend – unter der Unterführung durch, Richtung Abwasserreinigungsanlage (diese ist beschildert) an die Aare hinunter. Alles der Aarstrasse folgen, die am Pfadiheim Grauholz vorbei direkt zum Restaurant führt.
Rückreise: An Wochentagen und samstags fährt der Bus Nr. 33 alle halbe Stunde zurück nach Worblaufen; am Sonntag halt wieder zu Fuss zurück an den Bahnhof.

Spielen und Kuchen essen:
Vom Krebsenbächlein zum Fähribeizli

Der Krebsenbach ist nicht nur im Sommer ein gutes Ziel mit Kindern, hier lässt es sich auch nach der Aare-Saison gut verweilen. Der Weg führt vom Bus zuerst an den schönen Elfenau-Spielplatz, dort solltet ihr genug Zeit einplanen. Von da an der Orangerie vorbei den recht stotzigen Weg runter an die Aare an den Krebsenbach. Hier ist Bächleinstauen oder im Matsch graben angezeigt. Wer von hier etwa eine halbe Stunde gegen den Flusslauf hochspaziert, kommt zum Fähribeizli.
Ziel: Der Weg ist das Ziel: letztlich aber das Fähribeizli, wo Menüs für kleine «Aarepiraten» ebenso auf der Karte stehen wie feine Fruchtkuchen.
Anreise: Mit dem Elfenau-Bus Nr. 19 bis Luternauweg. Bis zur Ecke in Fahrtrichtung weitergehen, dann rechts einbiegen, so kommt ihr an den Spielplatz. Weiter an den Krebsenbach: Karte.
Rückreise: Mit der Fähre rüber auf die Wabern-Seite, dann zu Fuss an die Haltestelle Kleinwabern.  (Wer noch mag, kann natürlich weiter bis nach Muri oder gar Belp gehen. Oder retour ins Dählhölzli.)

Am Ende warten Bärner Frites:
Dem Gäbelbach entlang an den Wohlensee

Direkt hinter den Hochhäusern befindet sich der Eingang zu einem kleinen, wenig bekannten Paradies: dem Gäbelbach-Täli. Ab dem Tramhaltestelle Hohlenacker gehts bergab zu den Tiergehegen, wo Ziegen, Hühner und Kaninchen zu bestaunen sind. Denn rechts in den Wald einbieten. Der Wanderweg dem Gäbelbach entlang ist velo- und sogar wägelitauglich, was besonders dann gut ist, wenn man – wie wir – unzählige gefundene Äste, Steine, Kastanien und Nüsse transportieren muss. Am anderen Ufer des idyllischen Bächleins grasen Kühe, und überall warten hübsche kleine Plätzchen nur auf Picknicker und Steinewerfer. Nach etwa einer halben Stunde ist man schon fast in der Eymatt. Nun noch unter der Strasse durch – und runter an den Wohlensee auf den Campingplatz.
Ziel: Die «Gartäbeiz Eymatt 62», das zum TCS-Campingplatz gehörende Restaurant mit Hüpfburg, Spiel- und Fussballplatz, Geisslein, unkomplizierter Selbstbedienung und lokalen Gerichten auf der Karte. Die Bärner Frites mit selbstgemachtem Ketchup sind superfein. Als Verdauungsspaziergang unbedingt noch an den See runter! Tipp: Am Sonntag gibts hier einen feinen Familienbrunch.
Anreise: Tram Nr. 8 bis Hohlenacker. Zu Fuss ist man ab da mit Kindern insgesamt ca. 1 Stunde unterwegs.
Rückreise: Das Postauto ab Eymatt fährt ungefähr alle 20 Minuten.
Fahrplan

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