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Wie geschmiert: Sonnencreme für Kinder im Test

Wir haben Sonnencremes ohne chemische Filter ausprobiert – und eine klare Siegerin. Für Kleinstadt-LeserInnen gibts auf alle 20% Rabatt*!
15 Jun 2018
Bild — CinCin

Wenn nur mal jemand einen zum Einnehmen unbedenklichen Sonnenschutz erfinden würde! Bis dahin schützen wir unsere Kinder halt weiterhin mit UV-Hemden und Hüten und ermahnen sie im Hochsommer, im Schatten zu spielen – aber ganz ohne das lästige Eincremen mit Sonnenschutz gehts halt nicht. Um keine hormonaktiven oder sonstwie schädlichen Stoffe auf die empfindliche Kinderhaut aufzutragen, empfiehlt sich dabei mineralische Sonnencreme ohne chemische Filter. Bei dieser ist auch die Gefahr kleiner, dass sie Allergien auslösen könnte. Zudem schützt sie sofort nach dem Auftragen – und nicht erst nach 20 Minuten Einwirkzeit wie die «Chemische».

Mineralische Sonnencreme hat aber vor allem in der Anwendung ihre Nachteile: Sie ist per Definition zähflüssiger und lässt sich meistens weniger leicht auftragen als solche mit chemischen Filtern. Wir haben uns in der Apotheke Dr. Noyer in Bern beraten lassen und dabei einen Trick gelernt: Sonnencreme nicht kreisend auftragen, denn dann gibts ein Geschmier – besser gehts mit streichenden Bewegungen, immer schön in eine Richtung. Unsere Kinder (dreieinhalb und fast anderthalb) halten ausserdem besser still, wenn sie selber mithelfen können beim Eincremen. Mit dem Risiko, dass auch mal was in den Haaren, auf den Kleidern (Flecken!) oder am Boden landet. Und zuletzt noch dies: Gerade bei grossflächiger Anwendung abends gut abduschen, damit die Sonnencreme nicht immer draufbleibt, sie könnte sonst zu trockener Haut führen.

Unseren kleinen Test haben wir in der Sommerhitze Korsikas durchgeführt: quasi ein Härtetest. Wir sind allerdings keine EMPA oder Chemiker, sondern «nur» Eltern – dieser Test ist also eine total subjektive Sache!

Weleda Edelweiss Sensitiv (LSF 50)

Wir sind ja grosse Weleda-Fans. Vom Pflegeöl in der Schwangerschaft übers Dammmassage-Öl bis zur Calendula-Füdlicreme oder dem Arnica-Gel bei kleineren Verletzungen: Die ganzheitliche Naturkosmetik aus der Schweiz begleitet uns und unsere Kinder durchs ganze Leben. Entsprechend freuten wir uns auf die Baby- und Kindersonnencreme mit Edelweiss, Bio-Sonnenblumen- und Kokosnussöl. Wir wurden aber etwas enttäuscht: Die Creme ist leider ziemlich zähflüssig und weisselt von allen getesteten Cremes mit am stärksten.
Weleda Edelweiss Sensitiv Sonnencreme

  • Oh Yeah Extra wasserfest, was besonders für kleine Wasserratten ideal ist. Schon für Babys geeignet. Praktische Tube. Bio-Inhaltsstoffe.
  • Oje «Weisselt» recht stark, zähe Konsistenz.
  • Preis 50ml kosten bei Noyer 16 Franken.

Eco Cosmetics Baby & Kids (LSF 50+)

Die mineralische Sonnenschutzcreme von Eco besteht zu 100% aus natürlichen Inhaltsstoffen und schützt mit natürlichen Lichtschutzfiltern aus Granatapfel und Sanddorn. Auf der kleinen Flasche streicht die deutsche Herstellerin heraus, dass die Creme sämtliche Anforderungen an Naturkosmetik erfüllt: vegan, nicht an Tieren getestet, korallenrifffreundlich, nach Ecocert Greenlife Bio-zertifiziert. Uns hat die Creme trotzdem nicht überzeugt, weil die Anwendung mühsam ist: Sie ist dickflüssig und daher anstrengend aufzutragen. Bei der kleinen Pumpflasche ist nie ganz klar, wie viel noch drin ist.
Eco Cosmetics

  • Oh Yeah So umweltfreundlich und nachhaltig, wie es nur geht.
  • Oje «Weisselt» ebenfalls stark, dickflüssig (die Anwendung wäre beim ebenfalls verfügbaren Spray vermutlich angenehmer). Die teuerste aller getesteten Cremes.
  • Preis 50ml kosten bei Noyer 28.90 Franken

Pelsano Sun Micro-Cream (LSF 30+)

Auch Pelsano ist eine Schweizer Kosmetikherstellerin. Ihre Micro-Cream beruht auf rein physikalischen Effekten, ist wasserfest und für Kinder ab 3 Monaten empfohlen. Der Lichtschutzfaktor ist hier etwas geringer – macht aber nichts, da die Kinder ja sowieso nicht stundenlang in der Sonne braten sollten. Sie lässt sich recht gut auftragen und wir empfanden die Kosistenz ist erstaunlich angenehm. Unsere Nummer 2.
Pelsano Sun Micro-Cream

  • Oh Yeah Angenehm in der Anwendung.
  • Oje «Nur» Lichtschutzfaktor 30.
  • Preis 100ml kosten bei Noyer 29.90 Franken

Laboratoires de Biarritz Enfant (LSF 50+)

Die Neuentdeckung hat den Test klar gewonnen – am Ende unserer Ferien nutzten wir nur noch die und liessen die anderen links liegen. Die Sonnencreme aus Frankreich lässt sich fast so gut verteilen wie eine chemische und «weisselt» praktisch gar nicht. Sie besteht aus Bio-Inhaltsstoffen und enthält zudem Rotalgen-Extrakt, der die Hautzellen zusätzlich als starkes Antioxidans schützen soll (Eigenwerbung).
Laboratoires de Biarritz
  • Oh Yeah Mit Abstand die angenehmste Konsistenz.
  • Oje Für Kinder ab 1-jährig.
  • Preis 100ml kosten bei Noyer 33.50 Franken

* Kleinstadt-LeserInnen erhalten in der Apotheke Dr. Noyer an der Neuengasse 15, an der Schauplatzgasse 7 sowie im PostParc an der Schanzenstrasse bis zum 31. Juli 2018 auf allen getesteten Sonnencremes 20 Prozent Rabatt. Einfach diese Seite auf eurem Handy (oder auch ausgedruckt auf Papier) vorzeigen beim Einkauf.
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Noyer.

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19. Juli 2018
Sarah
Liebe Sonja, vielen Dank für die hilfreichen Informationen! Das wusste ich gar nicht. Ton klingt gut ;-)
19. Juli 2018
Sonja
Übrigens: Als Grundregel, je weisser und dicker die Sonnencreme, desto weniger oder keine Nano-Partikel! Die Weleda Sonnencreme ist qualitativ sehr gut! Der Testsieger schafft es mit seiner nicht weisselnden Creme mit einer speziellen Technik. Sie ummanteln das physikalische Titandioxid mit Ton und darum macht sie nicht Weiss.
19. Juli 2018
Sonja
Für alle die Nano-Partikel in der Sonnencreme vermeiden wolken: Checkt die Auflistung der Inhaltsstoffe "Ingredients". Die Inhaltsstoffe sind zwar alle mit chemischem Namen angegeben, aber Nano-Partikel müssen deklariert sein. Haltet einfach nach (Nano) Ausschau, zum Beispiel Titanum dioxide (Nano) . Das bedeutet das der physikalische Filter in Nanopartikel-Form vorliegt. Wenn ihr (Nano) nicht findet, ist das entsprechende Kosmetikum frei von Nanopartikeln.
18. Juni 2018
Sarah
Liebe Tina. Laut Codecheck-App (kennst du die? Sie ist super) enthält keine der vier Cremes Nanopartikel. Pelsano enthält aber einen anderen bedenklichen Inhaltsstoff. Die anderen drei werden „grün“ bewertet, also unbedenklich. Liebe Grüsse Sarah von Kleinstadt
18. Juni 2018
Danke für den Bericht. Mich würde noch interessieren welche davon garantiert ohne Nanopartikel sind. Ich hatte auch mal die Pelsano und damals hatte sie klar Nanopartikel und das ist für mich ein absolutes no-go. Gruss. Tina