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Znüni, die gut ankommen

Sobald die Kinder in den Kindergarten kommen, stellt sich täglich die Znünifrage. Wir haben Inspiration gegen die kulinarische Ratlosigkeit.
27 Apr 2022
Bilder — Caroline Attwood (Unsplash), Any Lane (Pexels)

Man steht morgens in der Küche, noch nicht annährend mit genügend Koffein versorgt und fragt sich – selbst schon leicht im Unterzucker-Schock-Modus: Was, herrje, packe ich heute in die Znünibox? Es sollte gesund und rasch zubereitet sein sowie wenig Verpackung verursachen. Trotzdem sollte es das Kind mit Energie versorgen, damit es am späten Vormittag nicht zur gefürchteten Unterzuckerungs-Krise kommt und das Kind weinend heimkehrt. Ach ja, und Spass machen darf es auch! Eine lange Liste an Ansprüchen für das arme Znüni. Und das um die 40 Wochen im Jahr, 5 Tage die Woche.  

Von den Schulen gibt es Merkblätter mit Vorschlägen, die nach einiger Zeit ausgelutscht sind. Und in der Theorie sind der Fantasie ja keine Grenzen gesetzt – Krokodil aus Rüebli schnitzen? Kein Problem! Oder ein Spiessli mit verschiedenen Früchten vielleicht? Klaro! Uns fehlt für solche Kunststückchen allerdings meistens morgens die Musse.  

Im Schulsack wird das Böxli schon mal gehörig durchgeschüttelt. Unterteilte Znüniboxen, kleine Snackböxli oder Mini-Konfigläser und Silikon-Backformen helfen gegen unerwünschte Feuchtgebiete. Selbst die gelben Kapseln von Überraschungseiern sind gute Separatisten.

Und hey, das Znüni muss (resp. soll) kein ausgewogenes Ernährungskunstwerk sein. Das Kind wünscht sich Microc und einen Apfel? Und das jeden Tag? Kein Problem, niemand erwartet ein Znüni-Instabild mit variablem Menü pro Tag im Familienchat.

Znüni-Ideen: Auf die äusseren Werte kommt es an

Und trotzdem kann ein ansprechendes Äusseres helfen – und Freude machen. Vermatschte braune Bananen, die am Brötli kleben: Nei, merci. Im Schulsack wird das Böxli schon mal gehörig durchgeschüttelt. Gegen unerwünschte Feuchtgebiete sind unterteilte Znüniboxen oder das Befüllen mit kleinen Snackböxli (12er-Pack von Rice im Petit Chat Noir) oder Mini-Konfigläser (in grossen Migros-Filialen) empfehlenswert, auch Silikon-Backformen können zur Unterteilung helfen. Selbst die gelben Kapseln von Überraschungseiern sind gute Separatisten.  

Manche Kinder sind heikel, was vorgeschnittene Früchte oder Gemüse betrifft. Auch da gibt es Tricks: Der geschnittene Apfel wird weniger schnell braun, wenn er mit etwas Zitronensaft bestrichen wird. Die Gurke nicht vorher salzen, das entzieht ihr die Feuchtigkeit und macht sie gummig und schleimig.  

Der Kita-Effekt

Ausserdem hilft uns der Kita-Effekt. Unsere Kinder haben jeweils viel «besser» und vielfältiger gegessen, wenn sie in grosser Runde in der Kita verpflegt worden sind. Auch in Kindergarten und Schule passen manche Kinder ihr Essverhalten den Gspänli an und sind dann auch bereit, etwas zu probieren, das daheim ganz sicher verschmäht werden würde. Also: Ruhig mal nachfragen, was die anderen essen, und ob sie das auch mal möchten? Denn: Am besten wird meist das gegessen, was selbst geschossen, sprich gewählt worden ist.  

Unsere Favoriten fürs Znüniböxli: 

  • Dinkel-Früchte-Brötchen: Etwas Kleinere als im Rezept angegeben backen, einfrieren – und jeden Tag ist schon eine Basis des Znünis parat. Zum Rezept von LouMalou.
  • Quarkbrötchen –Zucker um die Hälfte reduzieren und Rohr- oder Kokosnuss- statt weissen Zucker verwenden. Eine Portion ergibt etwa 8-10 Brötchen, also eine Woche Ruhe. Hier geht’s zum Rezept 
  • Gemüse (Rüebli, Gurken, Peperoni oder sogar Fenchel, Kohlrabi oder Chicoréeblätter aka «Haseöhrli») gewinnt, wenn wir einen Dip wie z.B. Rahmquark oder Humus dazugeben.  
  • Saisonal: Das Znüni darf die Jahreszeiten widerspiegeln. Da wird der Winter jeweils lang – aber Ausnahmen sind möglich. Zudem gibt es ja glücklicherweise Schweizer Kiwi!  
  • Nüsse und Trockenfrüchte: Über Trockenfrüchte als süsse Ergänzung freuen sich fast alle Kinder. Mandeln und Nüsse sind super Energielieferanten, sind allerdings in vielen Schulen wegen Allergien nicht erlaubt.  
  • Popcorn! 
  • Marroni! 
  • Reste verwerten: Vieles, was übrigbleibt, kann noch gegessen werden. Warum nicht mal blutte Pasta, ein Stück Pizza, Omelette oder Polentaschnitte vom Vorabend? 
  • Eieiei: Etwas weiter weg von der Norm, und nicht in jeder Schulklasse erlaubt, ist ein hartgekochtes Ei zum Selberschälen.
  • Milchprodukte: Je nach Schule dürfen auch Quark oder Joghurts in die Box. Allerdings sollte man dabei den Zuckergehalt eines Joghurts vor Augen haben … Käsestückli sind teilweise auch beliebt. 
  • Weitere Ideen aus unserer Facebook-Gruppe: Maiswaffel- oder Darvida-Sandwich mit Butter und Salz, Energiekugeln, Hirsetätschli, Kürbistaler, Pancakes (evtl. mit Beeren oder geriebenem Apfel drin), Griesspudding, pikante Muffins, Haferkekse oder Peanutbutterschnitteli. 
  • Zum Trinken am besten nur Wasser. Allerdings darf da auch ein Spritzer Zitrone oder Orange rein. Stark verdünnte Fruchtsäfte oder ungesüsster Tee sind an manchen Schulen auch in Ordnung – aber solange die Kinder mit Wasser zufrieden sind und genug davon trinken, gibt es dem im Grunde nichts hinzuzufügen!

Und was essen eure Kinder am liebsten zum Znüni? 

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