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Museum und Kindermagnet

Was braucht ein Museum, damit es Familien gern und immer wieder besuchen? Das Museum für Kommunikation machts vor. – Mit Ticketverlosung!
26 Jan 2018
Bild — Bruna Casagrande

Museum. Klingt irgendwie langweilig und leblos und streng. So gar nicht nach einem Ort, den man mit einem herumwirbelnden Kleinkind gern besuchen möchte, oder? Dabei gibt es tolle Familienmuseen, die mehr bieten als angestaubte Gegenstände und lange Texte. Wo Kinder nicht nur in einer kleinen Ecke geduldet werden, sondern hoch willkommen sind. In denen Kleinen und Grossen etwas für Kopf und Hände geboten wird.

Was brauchts, damit sich Familien in einem Museum wohl fühlen? Das haben wir Gallus Staubli gefragt, Leiter Bildung & Vermittlung beim wiedereröffneten Museum für Kommunikation, wo die Hälfte der Besucher aus Familien besteht und weitere 20-30% aus Schulen. Kinder sind also seit vielen Jahren schon seine wichtigsten Kunden.

Ein kinderfreundliches Museum:

  • integriert Inhalte für Kinder in die Ausstellung und grenzt die Kleinen nicht in einer Kinderecke aus. «Familien wollen eine Ausstellung als Gruppe besuchen. Gerade kleine Kinder kann man ja nicht einfach in einer Ecke vor einem Fernseher parken», sagt Gallus Staubli. Mit dem Ratatösk-Rundgang im MfK haben die Kleinen zum Beispiel eine richtige Schnitzeljagd für sich und können den 12 Eichhörnchen im Museum hinterherjagen.
  • spricht möglichst viele Sinne an. Lesen und schauen – wie langweilig, wenn man doch auch tasten, hören und riechen kann! Im MfK wird die Kommunikation in all ihren Facetten gezeigt, dazu gehört zum Beispiel ein Geruchs-Ratespiel. Um Kinder anzusprechen, ist Sinnlichkeit entscheidend: «Je jünger die Kinder sind, desto weniger nehmen sie das wahr, was wir kognitiv für spannend halten», sagt Gallus Staubli.
  • lädt spielerisch zum Mitmachen ein. Das kennen wir aus der Schule: Beim Selbermachen lernen wir viel mehr als im Frontalunterricht. Und es macht natürlich auch viel mehr Spass. Die Ratatösk-Stationen im Museum für Kommunikation zum Beispiel funktionieren als simple Spiele – aber vermitteln auf anderer Ebene immer auch eine Botschaft. Erlebnis, Erfahrung und Erkenntnis – das gehört im MfK zusammen.
  • lässt den Besuchern ihren Freiraum. «Aufseher», das erinnert ja schon an Gefängnis. Deshalb gibts die im MfK nicht – sondern «Kommunikatoren», die den Besuchern weiterhelfen. Sie lassen einen aber auch in Ruhe, wenn man das wünscht.
  • hat eine gewisse Lärmtoleranz. Kinder sind nun mal laut. Das ist im MfK kein Problem – da erklingt ja auch ab und zu das Posthorn. «Natürlich gibt es gewisse Regeln, und wenn es aus dem Ruder läuft, schreiten wir ein», sagt er. Aber grundsätzlich müssen Kinder im MfK nicht flüstern und auf Zehenspitzen gehen. Für Ruhesuchende empfiehlt Gallus Staubli einen Besuch an einem Sommertag oder am Samstagmorgen – dann sind die meisten Familien in der Badi respektive beim Wocheneinkauf.
  • legt Wert auf hochwertige Materialien. Nid alänge! – Das möchten wir unseren Kindern nicht ständig sagen müssen. Im MfK dürfen viele Dinge angefasst werden, und sie gehen dabei auch nicht gleich kaputt. So hat das MfK von Schreinerlehrlingen an der Technischen Fachschule («Lädere») für eine der Ratatösk-Stationen 1600 Holzklötzli aus Akazien- und Ahornholz herstellen lassen. Sie sind wunderschön, und Gallus Staubli ist überzeugt: «Wenn man schöne Dinge zur Verfügung stellt, gehen die Leute auch sorgfältig damit um.»
  • verschenkt ein cooles Erinnerungsstück. Erinnerungen sind immateriell. Aber ein kleines Goodie zum Heimnehmen hilft ihnen auch auf die Sprünge. Im Museum für Kommunikation ist das der faszinierende Flyer, den man ohne Ende falten kann. Nimmt wenig Platz weg und ist trotzdem ein spassiges Mitnehmsel.
  • lässt immer wieder Neues entdecken. Die Dauerausstellung im MfK ist dermassen vollgepackt, dass man an einem Nachmittag unmöglich alles sehen kann. So bleibt es auch beim zweiten, dritten Besuch noch interessant. «Wir haben von einigen Besuchern gehört, die in den letzten Monaten schon mehrmals kamen», sagt Gallus Staubli. Oftmals seien es die Kinder, die auf eine Rückkehr drängen – das freut Gallus Staubli besonders. «Dann haben wir sie ‹angefixt›.»
  • hat ein gutes Essensangebot. So viele Eindrücke machen hungrig! Im MfK fehlt zwar ein Picknickraum, dafür hats einen grossen Vorplatz zum Rumrennen und Picknicken – und das freundliche Personal im Café Pavillon reagiert auf Kinderhorden und Sonderwünsche bewundernswert stoisch und nett. Apropos: Hier lässt es sich auch gut Geburtstag feiern!

Verlosung

Wir verschenken 3 Familienpäckli – je 1 Eintritt für einen Erwachsenen und ein Kind für das Museum für Kommunikation! Schreibt uns hier einen Kommentar oder nehmt auf Facebook teil. Teilnahmeschluss ist der 2. Februar 2018, 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Museum für Kommunikation, Helvetiastrasse 16, Bern, Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr, Kinder unter 6 Jahre gratis, 6-15 Jahre 5 Franken, Erwachsene 15 Franken.

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7. Februar 2018
Glückwunsch an Dunja! Du hast gewonnen und erhältst eine Nachricht. Merci allen fürs Teilnehmen!
2. Februar 2018
Andreas
Ich nehme sehr gern an der Verlosung teil!
1. Februar 2018
Cilla
Da werfe ich doch gerne mein Los in den Topf. Danke für den tollen Beitrag.
1. Februar 2018
Eva Maria
Interessanter Artikel. Sehr informativ. Danke!
31. Januar 2018
Rahel
Wow, das wär ein total lässiger Ausflug den ich mit meinem Gottimeitli unternehmen würde. -Diese ist sehr offen und an allem Interessiert..😊
26. Januar 2018
Dunja
Genau da will unser mittlerweile 8jährige immer hin, wenn er hört, dass wir in's Museum gehn. Das wäre natürlich super, wenn wir mal nicht bezahlen müssten. 😁
26. Januar 2018
Carmen
Das war DAS Lieblingsmuseum in meiner Kindheit. Wie konnte ich das nur vergessen, denn mit meinen Kindern war ich noch nie dort. Vielen Dank für den Reminder und ich versuche geren mein Glück um das Versäumnis bald nachholen zu können...