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Die Patin, Teil III

Wer als Gotte oder Götti mehr bieten möchte als Päckli, findet im dritten Teil unserer erprobten Tipps für Bern die nötige Inspiration.
12 Jul 2018
Bild — Bruna Casagrande

Ein Burger am Morgen …

… vertreibt Kummer und Sorgen, zumindest wenn man ihn am Morgen kaufen und sich dann den ganzen Tag aufs Znacht freuen kann. Man kann ja nicht den ganzen Tag lang Pasta essen, schliesslich wollen wir Erwachsenen auch noch ein bisschen Spass haben. Der ist garantiert, wenn man dafür sorgt, dass die Kinder schon am Samstagvormittag da sind, so dass es für einen Besuch bei Jumi auf dem Münstergassen-Märit reicht. Die schlechte Nachricht: Der Jumi-Stand ist der mit der längsten Schlange. Die gute: Am anderen Ende winkt ein Wursträdli. Und wer früh genug kommt (oder Glück hat), kann einen Stapel der legendären Jumi-Tätschli nach Hause tragen. Zwischen Kaufen und Kochen bietet sich ein Besuch bei den Bären an oder auf der Münsterplattform, wo die Erwachsenen Freude am Cappuccino haben und die Kinder am Spielplatz. Abends kann man die Tätschli mit Hilfe der fleissigen Küchenassistenten in einen Burgerbausatz verwandeln, den anschliessend jeder mit Gurken, Tomaten und viel Ketchup selbst zusammensetzen kann. Seid gewarnt: In manch einem Kind hat mehr als ein Burger Platz. Erstaunlich, aber wahr.
Jumi

Ein Picknick im Monbijoupark …

… ist eine tolle Alternative für alle, die gerne zündeln – oder es nicht zum Jumi geschafft haben. Mit einer Grillade im Monbijoupark lassen sich garantiert Supergotti-Punkte sammeln. Denn die Grillstellen sind an warmen Abenden und Wochenenden zwar zuverlässig besetzt, doch auf der grosszügigen Wiese findet sich immer ein angenehmes Plätzchen, und die geselligen Montbijougriller und -grillerinnen teilen „ihren“ Rost normalerweise gerne mit Neuankömmlingen. Und überhaupt ist ein Picknick auf dem Rasen um Welten lustiger als am Tisch. Während das Gotti die Cervelats brutzelt, vergnügt sich der Rest auf Rutschbahn und Fussballwiese – oder umgekehrt. Der Park ist übrigens auch im Winter einen Besuch wert, sofern Schnee liegt und einem der Sinn nach Iglubauen und Schneeballschlegeln steht.

Bei Sommerregen …

… kann man zuhause in der Stube Sofaburgen bauen – oder wieder mal ins Museum gehen. Momoll, es gibt Alternativen zum Klee-Museum (wobei das Kreativ-Atelier tatsächlich grossartig ist). Mein Kinderfavorit in Bern: Das naturhistorische Museum. Kinder sind geborene Nerds, und hier haben sie ausgiebig Gelegenheit, sich in allerlei verschrobene Fachgebiete zu vertiefen. Wer war das erste Tier an Land? Wie schwer ist ein Elchgeweih? Und warum trippeln Elefanten auf den Zehenspitzen? Alles elementare Fragen! Beim Forschen helfen die ausleihbaren Entdeckerkoffer, mit denen die Kinder sich selbständig auf Schatz- und Wundersuche machen können. Auf Anmeldung gibt es zudem Kinderführungen, Erzähltheater oder Tiergeschichten. Naturhistorisches Museum

Ein Favorit ausserhalb von Bern: Das Sensorium Walkringen im Emmental. Klangexperimente, Dunkelkammer, Barfussrundgang, Labyrinthe und Zerrspiegel sind nicht nur für die Kinder lustig, sondern weihen auch die erwachsenen Begleiter in verschiedenste Naturgesetze und Wahrnehmungsphänomene ein. Sympathische Zugabe: Im Bistro ist picknicken erlaubt. Und sollte der Regen doch noch aufhören, kann man im Garten auf dem Grill bräteln.
Sensorium Rüttihubelbad

* Catherine Bauer ist langjährige begeisterte Gotte und Mutter eines kleinen Buben. Hier findet ihr Teil I und Teil II der Tipps für Gotten und Göttis (und Grosis und Grossväter und überhaupt …)

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