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Nach Solothurn,
ans Meer

Das pittoreske Städtchen an der Aare ist einen Ausflug wert – am besten mit Abendessen beim «Griechen der Herzen» und einer Übernachtung.
1 Jul 2020

Was darf man in Solothurn nicht verpassen? Klar, dass wir diese Frage Key and the Gang* stellten. Wer ihren Blog noch nicht kennt, sollte jetzt schnell mal ein neues Tab öffnen.

Solothurn liegt am Meer – seit me. Das Meer hab ich hier noch nicht gesehen, aber Feriengefühle kommen hier in sehr regelmässigen Abständen auf. Auch nach mehr als zehn Jahren in diesem Städtchen überkommt mich immer wieder das Gefühl der Demut, wenn ich mit dem Velo über die Fussgängerbrücke fahre. Hier ists einfach schön, gemütlich und die Menschen sind freundlich. Deshalb solltest du mal deine Gang packen und ab nach Solothurn fahren. Auch deshalb, weil man so unheimlich viele Möglichkeiten hat. Ich stelle hier ein paar vor. Solothurner würden wohl seufzen, denn hier ist kein Insidertipp dabei … Aber wer weiss, vielleicht kommen die ja noch!

Wenns schön isch

  • Mitem Bähnli ab Oberdorf auf den Hausberg Weissenstein. Von der Bergstation aus zum Hinterweissenstein spazieren und danach eine Rösti geniessen. Dabei hat man einen Blick über das ganze Mittelland bis hin zu den Alpen. Wer für seine Gang schon immer mal die jeden Berg benennen mochte, aber noch nie richtig konnte, der sollte auf der Terasse des Kurhauses eine Stärkung zu sich nehmen. Da steht klassisch eine Tafel mit ‘ner Alpenkarte.
  • Das Lido ist unser Favorit im Sommer. Kostet nichts und ist so schön, dass man sich fühlt wie in den Ferien. Die Kinder können in einer kleinen Bucht frei jeglicher Stömung in der Aare plantschen, Muscheln sammeln und Fischli fangen. Da der Platz klein ist, schliesst man hier schnell Bekanntschaft mit anderen Familien, die sich ein Schattenplätzchen suchen. Wir packen immer noch ein Picknick ein. Vor Ort hat es auch zwei Feuerstellen (eine mit Rost, allerdings ist das nicht garantiert) inklusive Tischen und Bänken. Wer nicht einfeuern mag, der stärkt sich im Pier 11 mit den, man munkelt, besten Pommes Frites der Stadt.
    Das Lido auf der Karte
  • Wenn es zu heiss ist oder die Sicht nicht klar, ist die Verenaschlucht die richtige Adresse. Der Spaziergang in die Schlucht ist wie eine kleine Wanderung für die Kleinsten unter uns. Der Ort lädt zum Verweilen und Krafttanken ein. Die Kinder können das Bächli stauen, Waldschätze sammeln, mit dem Einsiedler einen Schwatz abhalten und in schönster Idylle ein Zvieri essen. Auch hier trifft man viele Familien an und knüpft schnell Bekanntschaften. Wer nach dem Ausflug in die Verenaschlucht nicht kochen will, kehrt in der Einsiedelei oder im Restaurant Kreuzen ein.
    Infos zur Verenaschlucht

Wenns nid so wett: Solothurn bei schlechtem Wetter

  • Das Naturmuseum ist voller Replikate, welche nicht nur die Kleinen beeindrucken. Begrüsst wird man von einem Braunbären.
    Naturmuseum Solothurn
  • Farbstifte, Malblock und oder Zeichenheft einpacken und ab ins Solothurner Kunstmuseum. Die Kinder suchen sich ein Lieblingsbild aus und malen es ab. Fägt immer!
    Kunstmuseum Solothurn
  • Im Alten Zeughaus kann man echte Ritterrüstungen und Waffen aller Art besichtigen. Sogar Kanonen sin im neu renovierten Zeughaus zu bestaunen.
    Museum Altes Zeughaus
  • Wir haben auch ein Dinosauriermuseum. Wenn auch nicht ganz in der Stadt.
    Sauriermuseum Bellach

Kafi und Kuchen

Nun, über die beste Solothurner Torte traue ich mich nicht zu urteilen. Aber wer eine essen möchte, soll doch gleich selbst vergleichen und ein Stück in der Confiserie Hofer und das andere in der Kaffeehalle essen. Zum Dessert gibt’s dann ein Glace in der Vitamistation, weil: wieso nid?
Kaffeehalle, Confiserie Hofer

Essen

In Solothurn kann man fast an jeder Ecke gut essen. Key und ihre Gang sind Stammgäste in verschiedenen Lokalen. Hier mal unsere Lieblingsbeizen:

  • Restaurant Kreuz: Ja, wo der Peter Bichsel einen Rotwein trinkt, da ist man einfach gerne. Denn im Kreuz ist es ungezwungen und unkompliziert. Das Essen ins in einem familienfreundlichen Preis-Leistungs-Verhältnis, und ein Cremino findet man nirgendwo sonst auf der Welt.
    Restaurant Kreuz
  • Baseltor: Im Baseltor wird regional, saisonal und meist in Bio-Qualität gekocht. Es gibt alles in Kinderportion, Pommes Frites sucht man hier allerdings vergeblich. Das Baseltor ist für uns eine kulinarische Entdeckungsreise, auf die sich die Gang immer sehr freudig einlässt. Wir mögen das rustikale Ambiente, den unglaublich guten Service (welch Eltern-Wohltat!) und das unschlagbar gute Essen. Zugegeben – mängisch sparen wir es uns für ein Date auf. Aber psssssst #donttellthemkiddos. Tipp hier: Im Sommer hinten im Innenhof sitzen. Hach …
    Baseltor
  • Vini al Grappolo: Brauchst du Ferien? Ab ins Vini. Da sitzt man gleich in der Toscana und geniesst den guten Wein. Und weil das Ambiente auch den Kindern Eindruck macht, garantiert das Vini immer eine gute Zeit – und den allerbesten Wein in der ganzen Stadt.
    Vini al Grappolo
  • Taverna Amphorea: Unser Hausgrieche – wenn ich sage «unser», dann mein ich das auch so, gell! Haha … ne, Scherz bei Seite, hier haben wir nach unserer Hochzeit mit unseren Liebsten gegessen. Wir haben viele Dates beim Griechen unserer Herzen verbracht und K1 hat oft hier auf ner Bank oder bei Mama im Tragetuch geschlafen. Sie haben einen schönen kleinen Garten, in dem man von der Sonne geschützt einen grossen Vorspeiseteller teilen kann.
    Taverna Amphorea
  • Pittaria: Nun, du weißt nicht, was gute Falafel sind, wenn du nicht bei Sami in der Pittaria warst. Hier ist die Gang zu Hause. Wir lieben Samis Gesang und Tareks Herzlichkeit. K1 hat vor Jahren mal bei ‘nem Essen ein Dromedar geschenkt gekriegt, das seither sein Heiligtum ist. Und wenn gewünscht werden kann, wo wir essen gehen, findet er noch immer, dass wir zu Sami gehen sollen. Hier findest du «Slow Fast Food» vom Feinsten. Alles ist hausgemacht und von bester Qualität. Dabei versetzen dich die Gewürze und Zutaten in eine ganz andere Welt. We just love him!
    Pittaria
  • Gelateria Pizzaria Italia: Hier kriegste die beste Pizza weit und breit. Das meini so. Auch wenn das Ambiente hier nicht sehr fancy ist: Hier arbeiten unheimlich nette Menschen, es ist sehr familienfreundlich und einfach endfein. Hier gibt’s zum Dessert imfall auch Gelati. Weil Glace geit immer …
    Italia
  • Vitaminstation: In der Vitamistation findest du Vitamine in Form von Glace. Also es ist ja so – Glacé ist nicht gleich Glacé, aber die Vitaminstation hat einfach die allerfeinsten Sorbets mitten in der Altstadt, grad an der Aare.
    Vitaminstation

Aperöle

Hey, call us Aperööler, denn bei uns sitzt man zu gerne am Aaremürli, gegenüber in der Hafebar oder im Solheure. Hafebar ist mit Kindern bestimmt die entspanntere Variante, da die Kinder mit den Hafebar Spielsachen und Fahrzeugen im Pärkli spielen können, während die Eltern das schöne Ambiente geniessen.
Hafebar, Solheure

Lädele

  • Très Or – Goldstücke für Kinder:  Hier findet man allerlei Schätze secondhand oder neue nachhaltige Kindermode.
    Très or
  • Lila – schöne Dinge: Im Lila hats was für jeden. Nadja von Arx mag schöne Dinge, und genau diese bringt sie an den Mann und die Frau. Wann immer man ein Geschenk braucht, dort findet man es.
    Lila
  • Läderlade/Kitschundko: Der Laden am Klosterplatz hält, was er verspricht. Die Geburtstagstüten werden gerne mit kleinen und grossen Besonderheiten aus dem Läderladen gefüllt und haben für viele staunende Kinderaugen gesorgt.
    Läderlade/Kitschundko
  • Minhature: Bei Thuy-Minh findest du Schönes für Gross und Klein. Sie hat sich eine kleine Insel der Selbstverwirklichung geschaffen und verkauft nicht nur ihre selbstgenähten Schätze und jene einiger Jungdesigner, man kann bei ihr sogar feine Workshops besuchen und selbst kreativ sein.
    Minhature
  • Bim Müggli: Der Laden meines Herzens, der viele meiden. Das Müggli ist überfüllt und manch einer, der nicht regelmässig hier ein und aus geht, denkt wohl, dass der Laden total überstellt und unordentlich ist, aber Susi Furrer hat alles mit einem (oder vielleicht zwei) Griff(en) bereit. Des Weiteren empfinde ich ihre Ideen und Angebote als höchst geistreich und schätze ihre Beratungen sehr. Die Frau ist sowas wie ne Spieltheorieapostelin oder so … Schrott suchst du hier vergebens.
    Bim Müggli
  • Spielhimmel:  Der Name hält, was der Name verspricht. Spiele für gross und klein und eine unheimlich kompetente Beratung.
    Spielhimmel
  • Gänterli – der Bioladen: Hier kaufe ich regelmässig ein. Ich liebe das grosse Angebot auf so kleinem Raum und bin hier zu Hause. Es ist einfach schön, mit Namen angesprochen zu werden, wenn man sein Mehl holt.
    Gänterli
  • Zeller Drogerie: Hier hole ich all unsere Körperpflege. Das Babybadeöl haben wir immer zu Hause – nicht nur für die Babys.
    Zeller Drogerie
  • Grapperia: Wer sich noch was besonders in hochprozentiger Form mitnehmen möchte, ist hier bestens bedient. Die Grapperia hat alles vom Feinsten nur für Mama und Papa. Mängisch haben wir was Gutes im Schrank, für die Tage an denen es super rund läuft, oder eben nicht …
    Grapperia Solothurn
  • Samschtigsmäret: Wir haben den schönsten Wochenmarkt, hesch gwüsst? Durch den Markt schlendern und feine Sachen probieren, ein paar Setzlinge kömerle und das Biogemüse für die Woche einkaufen, das lieben wir. Tipp: Je früher am Morgen, desto schöner und ruhiger ists am Markt, der durch die ganze Hauptgasse der Altstadt führt.
    Märet

Saisonale Events

  • Im Januar finden die Solothurner Filmtage statt. Hier wird Sonntags und Mittwoch auch ein Familienfilm gezeigt. Seit letztem Jahr darf K1 auch mit den Filmtageeltern ins Kino. Vor dem Kinoalter gibt’s geng ein Filmtageessen sonntags im Kreuz. Um die Gang bereits an die Luft zu gewöhnen …
  • Im April haben wir in Solothurn eine Kulturnacht. Nun, da hats allerlei für Familien. Kulturnacht heisst für uns: unterwegs sein bis in die Puppen.
  • Im Mai sind die Literaturtage. Auch da gibt’s jeweils eine Lesung für Familien. Offen gestanden, haben wir es noch nie an eine geschafft, aber Mutti und Vati haben die Literaturtage auch schon ohne Gang genossen.
  • Im September findet die Herbstmesse statt. Wir sind keine HESO-Bande, aber die frischen Berliner ziehen uns immer einmal kurz hin. Weil der Herbst nur mit nem HESO-Berliner eingeleitet werden kann.
  • Im Juli finden im Solheure donnerstags jeweils die Summerjams statt. Wir sind da religiously anwesend, weil das einfach eine gäbige Art von Ausgang ist, wenn man nicht einfach so ein Hüeti organisieren kann.

Übernachten

  • Jugendherberge Solothurn: Die Jugendherberge direkt an am Aarequai (wo die Puppen tanzen) und ist eine super Adresse für Familien. Du bist zentral, und die Jugi bietet Familienzimmer an.
  • Hotel Weissenstein: Kein Altstadtflair, dafür die atemberaubenste Alpensicht mit Kuhglockenläuten im Hintergrund, das findest du im Hotel Weissenstein. Am besten greift man ein bisschen tiefer ins Portemonnaie und bucht sich gleich ein Zimmer mit Sicht (wie auf dem Foto), um dann den schönsten aller Sonnenaufgänge aus dem Bett bestaunen zu dürfen. Das war ein unvergessliches Erlebnis.
  • Hotel Restaurant Baseltor: Das Baseltor ist eine sehr schöne Adresse zum Übernachten. Direkt neben der St. Ursenkathedrale liegt das Baseltor mitten in Solothurns Altstadt. Familienzimmer findet man hier zwar nicht, dafür haben sie ein Dreibettzimmer und am Abend das feinste Znacht (siehe Tipp oben).
  • La Curonne: Die Krone, wie wir sie liebevoll nennen, ist etwas für Schöngeister und brave Kinder. Tu es, wenn du es euch zutraust, es ist wie im Märchen.
  • H4: Ist zwar eine Hotelkette, dafür hast du von hier aus bestimmt den allerschönsten Blick auf unsere St. Ursen Katthedrale und die Altstadt. Sehr empfehlenswert ist die Bar im obersten Stockwerk. Wenn die Kinder schlafen, schleichen die grossen sich mit dem Babyphon raus und geniessen den anmutigen Blick über Solothurn bei einem Cocktail.
    H4
Key

Die 34-Jährige, die lieber nicht mit vollem Namen genannt werden möchte, lebt mit ihrem Mann und den drei Söhnen im Solothurnischen. Sie unterrichtete nach ihrem Pädagogikstudium an der Volksschule, ist seit der Geburt ihres ersten Sohnes 2013 aber mehrheitlich Hausfrau und Mutter und kümmert sich klassisch um Haus, Garten und Familie. Weil sie sich als Hausfrau mit ästhetischem Anspruch in keinem der gängigen Mütterblogs wiederfand, gründete sie kurzerhand ihren eigenen: Auf www.keyandthegang.jimdofree.com widmet sie sich seither in ihrer unverkennbaren, fadengraden Sprache Fragen von Feminismus, Emanzipation, Unabhängigkeit ebenso wie den Bereichen Nachhaltigkeit, Gartenarbeit und Ernährung. Wer ihr auf Instagram folgt, erhält einen erfrischenden Einblick in das Leben einer bedürfnisorientierten, entschleunigten und naturnahen Familie (mit beneidenswertem Garten). Ganz nebenbei unterstützt sie Kinder und Erwachsene mit Migrationshintergrund, aber damit würde sie nie angeben, deshalb schreiben wir es einfach ohne zu fragen hierhin.