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Lieblinks –
Stillen und Nichtstillen

Erprobte Praxistipps und anregende Texte zum Weiterlesen gibts auf unserer Linkliste.
22 Sep 2017
Illustration — Yvo Casagrande

Stillen ist so ein Riesenthema! Das wurde uns an unserer Redaktionssitzung einmal mehr bewusst, als wir quasi beiläufig die Weltstillwoche erwähnten – und an Ende eine Dreiviertelstunde lang Still- oder eben Nichtstill-Erfahrungen austauschten und über Reaktionen aus dem Umfeld sowie das gesellschaftliche Klima diskutierten. Dabei sollte Stillen doch das Natürlichste der Welt sein! Gegen diesen folgenschweren Trugschluss hilft undogmatische Information und fachkundige Unterstützung. Hier sind einige Adressen und Texte, die uns beim Stillen, Nichtstillen und Abstillen geholfen haben (und hier noch die beiden Texte, die wir selber dazu publiziert haben:  «Weiterstillen» und «Vom Nichtstillen»).

Stillen ist schwieriger, als es aussieht

In der ersten Schwangerschaft denkt man ja, das mit dem Stillen gehe dann einfach so. Schliesslich sieht das bei allen immer so easy aus. Und tatsächlich ist es bei den meisten irgendwann sehr schön und praktisch und super. Aber am Anfang kann Stillen schmerzhaft und aufreibend sein. Besser wärs deshalb, schon vorher zu wissen, wie man das Kind richtig anlegt. Auf stillkinder.de hat es wirklich hilfreiche Beiträge dazu, die schon manche wunde Brustwarze verhindert haben. Und der Video-Kurs ist seinen Preis tatsächlich wert.
stillkinder.de

Stillen ohne Zwang

Kein Link ausnahmsweise, aber so gut, dass es trotzdem hierher gehört: Sibylle Lüpolds Buch Stillen ohne Zwang ist eine Bereicherung für alle, die  über die historische und gesellschaftliche Dimension des Stillens nachdenken wollen. Neben der Auseinandersetzung damit, was Stillen alles sein kann oder soll, bietet das Buch eine echte Hilfestellung für eine selbstbestimmte Entscheidung, ob und wie lange man sein Kind stillen will. Und obwohl Sibylle Lüpld heute hauptsächlich Eltern zum Thema Kinderschlaf berät, hat ihre persönliche Stillberatung Bruna und ihrer Familie geholfen, den eigenen Weg zu finden.
Website Sibylle Lüpold

Fernberatung und Selbsthilfegruppe in Echtzeit

Auf Facebook gibts unterdessen für alles eine Gruppe. Eine richtig hilfreiche ist Stillen Schweiz. Tippt man dort eine Frage ein, erhält man innert Sekunden Antworten von Stillberaterinnen und Zuspruch von Frauen in der gleichen Situation. Natürlich geht Stillen hier über alles, es wird hier langzeit- und tandemgestillt, und PuMi (Pulvermilch) scheint quasi des Teufels – wer es nicht ganz so dogmatisch sieht, staunt bisweilen beim Mitlesen über diese Um-jeden-Preis-Haltung. Aber viele Sorgen und Nöte können hier gut aufgefangen werden. Einige der meistgestellten Fragen: Ist es normal, dass mein Kind nachts alle 1-2 Stunden trinken will? Schlafen eure Kinder auch nur an der Brust ein? Wird mein Kind von Muttermilch allein denn auch satt? Mein Kind verweigert den Schoppen; wie mache ich das, wenn ich wieder arbeiten muss? (Die Antworten: Ja, ja, ja, und es kommt schon gut.)
Stillen Schweiz (geschlossene Facebook-Gruppe)

Ist es normal, ein Dreijähriges zu stillen?

«Für einige Menschen ist schon eine Stillzeit über die ersten sechs Monate hinaus befremdlich.» Dabei liege das natürliche Abstillalter bei zwischen zwei und vier Jahren, wie die Hebamme und Bloggerin Anja Gaça auf vonguteneltern.de schreibt. Sie hat auf ihrem Blog so manchen Rat für neue Eltern. In diesem Beitrag geht es ums Stillen von Kleinkindern.
Grosse kleine Stillkinder

Darf man Alkohol trinken in der Stillzeit?

Neulich fragte eine Mutter in einem Stillforum, ob sie wohl ein «Mon Chéri» essen dürfe, ohne ihrem Kind zu schaden. Ganz so verängstigt sind ja die wenigsten, dennoch fragt man sich, ob es okay ist, auch mal ein Bier zu trinken in der Stillzeit. Die Antwort ist: Ja! Eine reife Banane enthält gleich viel Alkohol wie Muttermilch nach dem Konsum eines alkoholischen Getränks. In diesem Beitrag gibts Entwarnung. Und alle Hintergrundinformationen dazu.
Stillen und Alkohol – Mal ein Glas ist unbedenklich

Sagen und Mythen

Wenns mit dem Stillen nicht so richtig klappen will und man schon gar nicht mehr weiss, was man zum fünfundzwanzigsten Mal auf die Frage «Du stillst, oder?» kontern soll, kann ein Artikel über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema gut tun. Denn obwohl jeder (und zwar wirklich jeder!) weiss, dass Stillen das Beste ist, sind fundierte, nicht ideologisch verbrämte Informationen rar. Dieser sehr ausführliche, gut recherchierte Artikel im «Atlantic» beschäftigt sich kritisch mit der Frage, wie sich die öffentliche Haltung zum Stillen über die Jahrzehnte entwickelt hat, was die nachweislich positiven Folgen des Stillens sind und was eher in die Abteilung Sagen und Mythen gehört.
The Case Against Breast-Feeding

Der Kampf mit der Pumpe und dem schlechten Gewissen

«I knew it was irrational, but when I thought of nursing, I thought of pain, depression, frustration, craziness, and most of all, failure. My word associations with ‹formula› were salvation, ease, freedom. Along with those positive associations came others, too. Like selfish, lazy, unfair. Cheater.» Suzanne Barston bringt auf den Punkt, was viele Mütter erleben, die mit der Pumpe und dem schlechten Gewissen kämpfen. Zu sehen, dass es anderen nicht besser ergeht, ist einerseits unschön, andererseits aber auch schrecklich beruhigend.
Why Formula Feeding Was Right for Me

Die Überhöhung des Stillens schadet den Frauen

Die gute Nora Imlau hat in der «Zeit» die aktuelle Überhöhung des Stillens thematisiert. Sie spricht sogar vom allgegenwärtigen Stillzwang, auch eine Nazi-Referenz darf da nicht fehlen, aber der Grundgedanke, dass der immense Druck auf die Mütter, zu stillen, frauenfeindlich und reaktionär sei, ist in der oft ideologisch geprägten Debatte sehr heilsam und erfrischend.
Stillen ist Liebe, Fläschengeben auch

Habt ihr auch gute Links und Adressen zum Thema Stillen und Schöppelen? Dann freuen wir uns, wenn ihr sie in den Kommentaren teilt!

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