So, nun ist er da, unser allerletzter Beitrag hier auf Kleinstadt.ch. Wir schauen zurück, was euch und uns in den vergangenen knapp 7 Jahren am meisten bewegt hat.
Danke fürs Lesen, Dabeisein, Kommentieren. Wir haben uns oft gegenseitig Eure* Kommentare zugeschickt, uns gefreut über tolle Ergänzungen und gelernt, Meinungsverschiedenheiten als Horizonterweiterungen anzusehen – es war uns eine Freude! Ihr lest uns weiterhin auf Instagram und in unserem Newsletter – und wir freuen uns auch im 2024 auf den Austausch mit euch.
Die Interviews mit Heather Shumaker und Janet Lansbury haben mir für die Erziehung meiner eigenen Kinder wohl am meisten geholfen. Nach den Erziehungs- waren es später vor allem die feministischen Themen, die mir besonders wichtig waren. Mein Herzenstext ist und bleibt der Artikel über das toxische Mutterbild, den ich noch heute genau so schreiben würde. Leider.
Dass das Thema Schwimmenlernen soviele Reaktionen auslöst, hat uns überrascht. Aber offenbar ist noch viel Nachholbedarf da, besser auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern einzugehen, was Schwimmkurse anbelangt. Freitaucherin und Kursleiterin Evelyn Podubrin zeigt in diesem Interview auf, wie eine Alternative aussehen könnte. (Die Kommentare kamen auf Social Media – hier haben wir sie übrigens wegen Spam ausgeschaltet.)
Ich bin eine Netzwerkerin, vertraue und mag Menschen. Ich habe mir bei allen wichtigen Entscheidungen oder Veränderungen in meinem Leben den Rat von Freundinnen oder Bekannten reingezogen. Mir haben bei Kleinstadt also immer die Artikel mit den geteilten Erfahrungen gefallen, beispielsweise Der beste Rat, den ich je bekam. Weiter bin ich ein sehr pragmatischer Mensch und mochte die praktischen Tipps wie die gesammelten Artikel mit einfachen Wanderungen rund um Bern oder kinderfreundlichen Cafés.
Das grosse Schlaf-Interview mit Sibylle Lüpold war über all die Jahre immer der meistgelesene Artikel – wohl auch, weil es Leute wie Eva Padberg (OMG!) bei sich teilten. Überhaupt waren unsere Top-10 immer voll von Schlaf-Artikeln (z.B. zum Ende des Mittagsschlafs oder dazu, wie man zwei Kinder gleichzeitig zu Bett bringt). Unsere Erkenntnis daraus: «Schlecht» schlafende Babys sind komplett normal – nicht aber unsere Vorstellung, dass ein Kind möglichst geräuschlos ein- und früh durchschlafen sollte. (Und: Auch Supermodels haben Babys, die nicht durchschlafen.)
Das Interview mit Teresa Bücker war nicht nur inhaltlich bedeutungsvoll für uns. Auch formal: Die Autorin und feministische Vordenkerin hat am Interview zur Bedeutung von Fürsorgearbeit beim Gegenlesen kein Wort verändert – das habe ich in meiner journalistischen Laufbahn sonst nie erlebt. Gross, in jeder Hinsicht. (Sarah)
*PS: Eva, dieses letzte Mal korrigiere ich «Eure» nicht und lasse es gross geschrieben. Only my love for you is greater than my Tüpflischiisserei hahaaaa. Sarah ♥