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Wasserfest

Wie übersteht man einen Regentag mit Kindern daheim? Man muss sich nur aufraffen und etwas einfallen lassen. Eine tubelisichere Anleitung.
10 Aug 2017

Früher war Regen die beste Ausrede, um auf dem Sofa zu chillen und Fernsehen zu schauen. Heute mit Kind ist alles anders: Ich habe ein bald 3-jähriges sehr aufgewecktes und vor allem aktives Meitschi, das beschäftigt werden muss. Hallenbad oder Indoorspielplatz kommen nicht im Frage, weil alle anderen Eltern schon diese Idee hatten. Was also tun an einem Regentag daheim?

  • Ein Kartonhaus bauen: In den meisten Kellern findet sich ein grosser Karton, den man schon längst entsorgen wollte. Einfach zurechtschneiden, am besten mit Duckt-Tape verkleben (es gibt mittlerweile in Baumärkten sogar schon Tapes mit lustigen Mustern), und schon kann eingerichtet werden. Aus Stoffresten lassen sich Vorhänge improvisieren, und eine kuschlige Decke auf dem Boden sorgt für Gemütlichkeit. Nun können die Kinder ihr Hüsli fertig einrichten, anmalen oder mit Stickern bekleben. Und dann kann gespielt, versteckt und aus dem Fenster gewinkt werden. Bei uns hat die Freude am Haus für einige Wochen gehalten!
  • Die Kleinen lieben Gummistiefel, und wir Eltern haben sicher auch im Schuhschrank von irgendeinem Open-Air noch ein Paar, das noch amortisiert werden könnte. Nichts wie rein (in die Stiefel) und raus (aus dem Haus). Inzwischen haben sich tolle Pfützen gebildet, in die reinzuspringen bei jedem ein Glückgefühl auslösen müsste.
  • Danach gibts zum Aufwärmen ein Bad in der Badewanne. Wenn Mami oder Papi auch noch Platz haben, umso besser. Manchmal nehmen wir unser Nachtlicht, eine Gschpänstli-Lampe, mit ins Bad, und zünden noch ein paar Kerzen an.
  • Nach dem Bad kommen die Haushaltsgeräte ins Spiel: Das Bügelbrett ist ganz schnell in eine Indoor-Rutschbahn verwandelt (geht nur für die kleineren Kinder), und der Staubsauger wird zum faszinierenden «Blöterli-Blaser». Einfach den Seifenblasen-Stab dorthin halten, wo die Luft rauskommt (raus, nicht rein!) und schon kommen unendlich viele kleine Blasen – soviel Puste hat man selber nie und nimmer!
  • Um die letzten Kräfte des Tages loszuwerden, machen wir manchmal am Abend eine kleine Hippiegschpänstli-Disco. Zimmer abdunkeln (oder vielleicht ist es draussen schon dunkel), eine kleine Lampe oder ein selbstgebasteltes Monsterli aufstellen und Peter Rebers Kinderhit abspielen. Oder den Youtube-Clip am Handy oder TV laufen lassen (die wildere Version davon gibt’s von Trauffer), abtanzen und spätestens nach dem dritten Mal mitsingen. Unsere Kleine geht da ab, das könnt ihr euch nicht vorstellen.
  • Vielleicht habt ihr ein Kinder-Tipi-Zelt, ein kleines normales Zelt im Keller, oder zumindest eine Strandmuschel? Wenn man am nächsten Tag ausschlafen kann, warum nicht den spannenden Tag mit einer Abenteuer-Übernachtung im Zelt im Wohnzimmer beenden? Wetten, dass es heute keine Zu-Bett-gehen-Diskussion gibt? Oder sogar der Abendschoppen und die Gute-Nacht-Geschichte entfallen?

* Olga Hammerschmied arbeitet als Markomm-Spezialistin, ist passionierte Bastlerin, liebt das Wasser und wohnt mit Tochter (3) und Mann in Thörishaus.

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