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Yoga für Kinder:
3 Übungen, die Spass machen

Schon Kinder profitieren sehr von Yogaübungen. Drei Ideen, wie Kinder spielerisch achtsamer und beweglicher werden.
4 Feb 2020
Bild — Gratisography

Das beste an diesen Yoga-Übungen für Kinder ist, dass man sie auch ohne das «Yoga»-Etikett in einen ganz normalen Tag integrieren kann: Es sind im Grunde einfache Spiele, die unbedingt Spass machen sollen. Dass dabei Beweglichkeit und Achtsamkeit trainiert werden, muss man nicht einmal erwähnen. Zusammengestellt hat sie für uns Janine Niedan, die zusammen mit Shivani Dagan immer wieder anregende und lustige «Little Luna»-Kinder- und Familienworkshops anbietet im Studio Yoga Luna in der Berner Altstadt. Schaut auf der Website vorbei oder folgt ihnen auf Instagram – dort sind die unregelmässig stattfindenden Kurse jeweils ausgeschrieben!

Das «Schnuufi-Stäbli»

(oder im Yogi-Jargon: Pranayama Breathing Stick)
Was und warum: Dies ist eine kleine Achtsamkeits-Aufmerksamkeitsübung für kalte Tage. Wirkt ausgleichend und beruhigend. Super auch bei Autofahrten!
Das brauchts: Pfeifenreiniger und bunte Perlen mit Löchli
Vorbereiten: Jedes Kind sucht sich einen Reiniger und fünf Perlen seiner Wahl aus. Jetzt lassen wir den Reiniger durch die Fingerspitzen gleiten und nehmen bewusst  wahr, wie sich das anfühlt. In die Gegenrichtung streichen – wie fühlt sich das an? Gibt es einen Unterschied? Bewusst und aufmerksam dabei sein, was wir gerade tun.
Als nächstes 5 Perlen in einer Reihe vor uns hinlegen – bewusst wählen, in welcher Reihenfolge uns die Farben am besten gefallen. Warum?
Das eine Ende des Pfeifenreinigers 2x um den eigenen Daumen wickeln,  das Ende korkenzieherartig um den Reiniger wickeln, so dass das spitze Ende gut versorgt ist und sich niemand piekst.
Die erste Perle langsam vom anderen Ende auf den Pfeifenreiniger aufziehen – wie fühlt sich das unter den Fingern an?
Mit jeder der weiteren Perlen genauso verfahren – immer wieder die Aufmerksamkeit auf das Tun lenken durch Zwischenfragen und Anmerkungen, eigene Beobachtungen.
Wenn alle Perlen aufgefädelt sind, das hintere Ende des Reinigers auch wieder um den Daumen wickeln und versorgen – Fertig!
Die Übung: Im Sitz den Po an die Erde kleben. Gross zum Himmel wachsen, so dass die Wirbelsäule sich streckt und lang wird. Das «Schnuufistäbli» in einer Hand halten, alle Perlen an einem Ende. Mit der anderen Hand mit je einer Ein- und Ausatmung eine Perle an das andere Ende verschieben. Ein- und Ausatmung sollten je gleich lang sein. So weiterfahren. Das bedeutet: 5 gleichlange ruhige Atemzüge, bis alle Perlen am anderen Ende angelangt sind.

Elefanten-Yoga

Was und warum: Diese Übung bringt Kraft in den Beinen, Beweglichkeit in der Wirbelsäule – und ganz viel Spass!
Die Übung: Zuerst in die Göttinnen-Pose: Beine breit aufstellen, Becken tief, Arme nach vorne ausstrecken und Hände ineinander verschränken zu einem Elefantenrüssel. Von hier aus kann der Elefant durch die Runde stampfen, ganz leise auf Zehenspitzen schleichen, auf den Fersen balancieren, über Hindernisse steigen. Mit dem Rüssel vorne (Vorwärtsbeuge) Wasser aufsaugen und von rechts nach links oder über den Kopf verspritzen (Drehung in der Wirbelsäule und Seitneigung). Er kann vorne Wasser tanken und dabei hin und her schwenken mit dem Rüssel, und sich dann das Wasser über den Rücken spritzen (Rückbeuge). Er kann seine Freunde im Spass (und imaginär) nass spritzen, was auch immer euch einfällt. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der grosse Elefant kann auch den kleinen auf dem Rücken tragen. Wonach immer euch ist.

Atmen wie ein Drache

(oder im Yogi-Jargon: Dragon Breath)
Was und warum: Eine gute Übung, wenn man ein wenig Mut gebrauchen könnte. Die Ängste sind dann wie weggeblasen!
Die Übung: Im Fersensitz (Heldensitz) sitzen und euch vorstellen, ihr wärt Feuer speiende Drachen. Auch feuerspeiende Drachen haben manchmal ein bisschen Angst! Dann stellen sie sich das vor, vor dem sie ein bisschen Schiss haben und blasen die ganze Angst mit ihrem heissen Feuerdrachen einfach davon. Mit dem Kind zusammen tief einatmen und dann nach vorne auf alle Hände und Knie kommen und kräftig durch den Mund ausatmen. 5 x wiederholen mit der Vorstellung, das Angstmachende einfach wegzublasen.  Nachfragen: «Wie fühlt sich das an, vor dem du Angst hast?»

Yoga für die ganze Familie

Die nächste Family Class im Yoga Luna an der Münstergasse 30 in Bern (direkt vor dem Münster) findet am 21. März 2020 von 15:30–16:30 statt (Infos und Anmeldung auf yogaluna.ch). Eltern, Freunde, Götti , Gotte, Grossmami oder -papi – kurz: alle Erwachsenen mit Freude an einer spielerischen Yogastunde – können mit ihren Kindern teilnehmen. Hier erleben Gross und Klein die Yoga-Asanas spielerisch, anhand von Geschichten und Liedern. Die Runde atmet, lacht, bewegt sich und findet wieder ganz zur Ruhe. Da die Family Class sehr beliebt ist – unbedingt anmelden und Platz reservieren! Dieser Artikel über die Family Class in der «Schweizer Illustrierten» vermittelt einen guten Eindruck des Workshops.